Woran Sie erkennen, ob Ihre Hausverwaltung mit moderner Software arbeitet
Ob im Browser oder auf dem Rechner im Büro: Womit eine Hausverwaltung arbeitet, merken Eigentümer im Alltag. Unsere Auswertung zeigt, wie selten sich das überhaupt erkennen lässt.
Welche Software eine Hausverwaltung einsetzt, klingt nach einer Frage für die IT-Abteilung. Für Eigentümer ist sie es nicht. Ob Sie Ihre Abrechnung im Portal finden oder als Brief im Kasten, ob eine Schadensmeldung sofort im System landet oder auf einem Notizzettel, ob im Urlaub jemand vertreten kann: Das hängt daran, womit im Büro gearbeitet wird.
Was unsere Auswertung zeigt
Wir haben ausgewertet, was die Hausverwaltungen in unserem Verzeichnis auf ihren eigenen Websites über ihre Software preisgeben. Das Bild ist überschaubar:
- Nur jede dritte Verwaltung lässt überhaupt erkennen, mit welchem Programm sie arbeitet.
- Knapp jede vierte arbeitet erkennbar mit einem modernen, web-basierten Programm.
- Der Rest nutzt klassische Desktop-Programme oder macht dazu keine Angabe.
Zur Einordnung: Wir werten aus, was öffentlich sichtbar ist. Eine Verwaltung, die ihr Programm nicht nennt, kann trotzdem modern arbeiten, sie schreibt es nur nicht auf ihre Website. Die Werte sind damit eine Untergrenze und kein Urteil über die Branche.
Browser oder Rechner im Büro
Zwei Welten stehen sich gegenüber. Web-basierte Verwaltersoftware (Sie begegnen Namen wie Casavi, etg24, immoware24, Facilioo, objego oder Homecase) läuft im Browser. Sie wird vom Anbieter laufend aktualisiert, und sie bringt ein Eigentümer-Portal meist gleich mit: Unterlagen, Abrechnungen und Beschlüsse liegen dort, wo Sie jederzeit herankommen, ohne jemanden anrufen zu müssen.
Klassische Desktop-Programme (etwa Domus, Haufe PowerHaus, iX-Haus, Wodis oder Karthago) laufen auf den Rechnern im Büro der Verwaltung. Sie sind fachlich ausgereift und seit vielen Jahren im Einsatz. Der Zugang zu den Daten ist aber an dieses Büro gebunden, und damit an dessen Öffnungszeiten.
Wichtig dabei: Die Art der Software sagt etwas darüber, wie eine Verwaltung arbeitet, sie ist aber kein Qualitätsurteil. Eine gute Verwaltung mit einem Desktop-Programm schlägt eine schlechte mit der modernsten Plattform. Nehmen Sie das Kriterium als Hinweis, nicht als Entscheidung.
Woran Sie es erkennen
Am zuverlässigsten verrät es das Eigentümer-Portal. Betreibt eine Verwaltung ein Portal unter einer eigenen Subdomain ihrer Website, steckt dahinter oft eine dieser Plattformen. Ein Blick auf die Adresszeile beim Login genügt also häufig schon.
Der zweite Weg ist noch einfacher: Fragen Sie im Auswahlgespräch direkt danach. Das ist eine völlig normale Frage, und die Antwort sagt mehr als jede Selbstbeschreibung:
- Mit welchem Programm arbeiten Sie, und seit wann?
- Gibt es ein Portal für Eigentümer, und was finde ich dort?
- Wie melde ich einen Schaden, und wie sehe ich den Stand der Bearbeitung?
- Bekomme ich die Jahresabrechnung digital oder auf Papier?
Wer darauf konkret antwortet statt allgemein, arbeitet damit auch wirklich. Welche Unterlagen und Auskünfte Ihnen als Eigentümer ohnehin zustehen, fasst unser Ratgeber Eigentümer-Wissen zusammen. Und wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Gemeinschaft an dieser Stelle seit Jahren stehen bleibt, zeigt der Ratgeber Hausverwaltung wechseln, wie ein Wechsel geordnet abläuft.
Grundlage: eigene Auswertung der Angaben auf den Websites der Hausverwaltungen in unserem Verzeichnis, Stand Juni 2026.
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